Filmezeit 02/16

Anfang des Jahres schenkte Hannah mir ein Kino-Abo von der Yorck-Gruppe in Berlin. Da ich zurzeit gefühlt jede freie Minute im Kino verbringe, habe ich beschlossen einmal im Monat von den letzten Kinobesuchen zu berichten. Hier der Rückblick zu Februar.

The Hateful Eight
Inglorious Bastards oder The Hateful Eight? Inglorious Bastards.
Ist er besser als Django? Nein.
Hat er gute Dialoge? Ja.
Die meiste Handlung findet in nur einem Raum statt. Wird das langweilig? Nein, überhaupt nicht.
Rocken die Schauspieler? Definitiv.
Hat er dir gefallen? Ja, sehr gut.
Sollte man ihn gesehen haben? Wenn man Tarantino mag oder Westernfilme im Winter.

Deadpool
Mein Lieblingssuperheldenfilm und bisher auch der beste Film, den ich dieses Jahr gesehen habe. Unglaublich witzig mit einem Ryan Reynolds, der passt wie die Faust aufs Auge. Sehr erfrischend diesen eher unkonventionellen Helden so auf der Leinwand zu sehen und nicht so wie in diesem Wolverinefilm. Aber hoffentlich ist bei einem Sequel die Handlung dann vergleichsweise gut wie die Witze.

Hail, Cesar!
Dieser Trailer hat mir große Lust auf Hail, Cesar! gemacht. Interessanterweise finde ich die synchronisierte Version so viel witziger. Der Film selbst wirkt wie eine lange Version des Trailers. Viele einzelne Stellen sind ganz nett, die Stimmung ist super, einige Charaktere sind zum Wegschmeißen komisch und die Musicalszene rockt. Aber dennoch hatte ich bis zum Schluss das Gefühl, dass die Story etwas fade ist. Die ganzen Ideen sind führen zwar zu vielen spannenden Handlungsfäden, die aber jeder für sich nicht so viel hergeben und schnell wieder aufgelöst werden. Gute Kino übers Kinomachen, aber nicht viel mehr.

Anomalisa
Stellt euch vor, Kafka würde Filme machen. Dann wäre ein Film wie Anomalisa genau die Art von Film, die Kafka machen würde. Ohne wirkliche Erklärung, teils etwas verstörend und am System rüttelnd. Ein Film für den Deutschunterricht (wäre es denn ein deutscher Film, aber ihr versteht sicherlich was ich meine). Und zwar von den guten Aspekten her. Anomalisa ist ein Stop-Motion-Film, aber doch ganz anders als andere Trickfilme dieser Art. Er ist ruhig und gleichzeitig ziemlich aufwühlend und es ist sicherlich ein Film, den ich danach noch mit nach Hause genommen habe.

Filmezeit 01/16

Anfang des Jahres schenkte Hannah mir ein Kino-Abo von der Yorck-Gruppe im Berlin. Da ich zurzeit gefühlt jede freie Minute im Kino verbringe, habe ich beschlossen einmal im Monat von den letzten Kinobesuchen zu berichten. Hier der Rückblick zu Januar.

The Big Short
Hat mir sehr gut gefallen und zwar aus folgenden Gründen:

    1. Ein eher kompliziertes und wenig spannend wirkendes Thema wird wunderbar aufbereitet und super präsentiert.
    2. Viele Stilmittel haben mich an einen Kurzfilm erinnert und weniger an einen Hollywood-Streifen. So wird oft die vierte Wand durchbrochen und nett mit dem Medium gespielt.
    3. Wunderbare Schauspieler.

 
Joy
Ich kann leider nicht genau sagen, woran es liegt, aber er hat mir doch besser gefallen als Silver Lining. Allerdings fand ich das Ende dann doch zu happy endig.
 
The Revenant
Wow. Wahrscheinlich der bildgewaltigste Film, den ich bisher sah. Wunderschöne Aufnahmen und Actionsequenzen mit fast keinen wahrnehmbaren Schnitten. Beides lässt die Geschichte, die doch altbacken wirkt, in einem super Licht erstrahlen. Ein Film für jeden, der Kinofilme schätzt.
Außerdem gibt es eine nette Anspielung auf „Das Imperium Schlägt Zurück“.
 
Das brandneue Testament
Beim Betrachten des Trailers musste ich sehr lachen. Am Computer von Gott, der im Film existiert und in Brüssel lebt, verschickt ein kleines Mädchen an alle Menschen auf der Erde die jeweiligen Todesdaten. Ich war mir allerdings kaum sicher, ob der Film dann noch mehr aus der Ideen herausholen kann.
Konnte er doch. Im Film geht es eher um das kleine Mädchen, Gottes Tochter, und ihren Weg ein eigenes Testament ähnlich ihrem großem Bruder, Jesus, zu schreiben.
In „Das brandneue Testament“ werden einige kleine Ideen genutzt und bis zum Ende durchdacht und verwertet. Das ist meist ganz schön und erfrischend. Manche Szenen sind aber auch verstörend und das Ende hat mich enttäuscht, weil hier im wahrsten Sinne des Wortes Deus ex machina den Tag rettet.

12 X 2015

Damit ist es nun Tradition, dass ich meine 12 liebsten Fotos aus dem letzten Jahr irgendwann bis Ende März zusammenstelle. 2015 war ein Jahr mit vielen Reisen, was sich auch in den Bildern niederschlägt.

Jamie T #Hamburg

Ein von Julian (@kipfarl) gepostetes Foto am


Ein von Julian (@kipfarl) gepostetes Foto am

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16/02

16/01

Mohntagskipfarl für 2015

Julian

Lied des Jahres

Zwar habe ich leider nicht so viel Musik gehört. Somit habe ich anders als Philipp keine zwölf oder mehr Playlisten, aus denen ich auswählen könnte. Aber da ich doch sehr großen Spaß beim Gloriakonzert hatte, würde ich wohl ‚Haut‘ als Lied 2015 wählen.

 

Film des Jahres

Bereits im letzten Jahr ist dieser Film durch seinen Trailer in dieser Kategorie aufgetaucht. So kann es in diesem Jahr eben kein anderer Film sein als der neue Star Wars: Force Awakens.

Da ich euch in keiner Weise spoilern will, sei allen, die den Film noch immer nicht gesehen haben, ans Herz gelegt dies bald zu tun. Zur Einstimmung hier sehr sehr gerne noch einmal der Trailer.

Buch des Jahres

Unter den Büchern, die ich 2015 gelesen habe, waren doch viele Pratchetts oder Teile von Game of Thrones. Dennoch muss ich mich wohl zwischen The Extraordinary Journey of the Fakir Who Got Trapped in an Ikea Wardrobe von Romain Puertolas und 127 Hours von Aaron Ralston entscheiden. Ersteres ein sehr witzig geschriebenes Buch, das auf eine ganz eigene Art die Problematik der Asylpolitik in Europa eingeht. Das andere ein wunderbarer Mix zwischen Biographie und Abenteuerbericht, der viel Hintergrundinformationen bereitstellt, die die Geschichte von Aaron Ralston, der sich im Canyon unter einem Felsen eingeklemmt hat, in einem anderen Licht darstellen lässt. Es ist zwar eine harte Entscheidung, aber das Buch über den Fakir und seine unfreiwillige Reise durch Europa ist dann aber doch mein Buch 2015. Eben weil es einen solch unerwarteten Blick auf ein schwieriges Thema wirft und dabei immer noch Witz versprüht.

Webseite des Jahres

In diesem Jahr habe ich kaum Blogs gelesen. Zwar habe ich viele Texte unter anderem auf Medium gelesen, aber stattdessen ist wohl meine Webseite des Jahres der Youtube-Channel von Casey Neistat. Seit Jahren schon verfolge ich seine immer wieder grossartigen Videos, aber seine täglichen Vlogs in diesem Jahr haben mich tatsächlichen zu einem regelmässigen Youtube-Abonnenten werden lassen. Daher hier eine ausdrückliche Empfehlung an euch insbesondere seine frühen Videos und Vlogs anzusehen.

Podcast des Jahres

2015 habe ich so viele Podcasts gehört wie in noch keinem Jahr zuvor. Insbesondere habe ich auch sehr viele neue ausprobiert. Darunter so schöne Shows wie

  • Mystery Show, in der Starlee Kine in jeder Folge einem Geheimnis auf die Spur kommt,
  • Unjustly Maligned, wo die Gäste für ein im Allgemeinen schlecht bewertetes popkulturelles Stück Kultur eintreten,
  • oder Reconcilable Differences, eine wunderbare Show mit Merlin Man und John Siracusa, wobei ich von zweiterem einfach nicht genug hören kann.

Dennoch ist der Podcast des Jahres für mich wohl Hello from the Magic Tavern. Worum es geht, erklärt diese Selbstbeschreibung sehr gut:

Hello! I’m Arnie. I fell through a magical dimensional portal behind a Burger King in Chicago and found myself in a strange magical land called “Foon.” I’m still somehow getting a weak wi-fi signal from the Burger King so I host a weekly podcast from the tavern the Vermilion Minotaur, interviewing monsters, wizards and adventurers.

Das Ganze wird von Improvisationsschauspielern dargestellt und warum man es anhören sollte, hat Max Temkin hier sehr schön aufgeschrieben.
Ich habe nie bei einem Podcast so gelacht.

Philipp

Lied des Jahres


Aus einer großen Zahl von guten Liedern wählen zu können, macht die Entscheidung nicht unbedingt einfacher. Anders als in früheren Jahren gibt es dieses Mal kein Lied, das ich auf und ab gehört habe und das mich über Monate hinweg begleitet hat. Einen Nerv hat allerdings „Promises of no man’s land“ vom niederländischen Künstler Blaudzun getroffen. Mir gefällt der orchestrale, mächtige Sound, den er hier anschlägt. Lange nicht so komplex und vielschichtig wie die Musik von Arcade Fire, aber es geht in die richtige Richtung.

Film des Jahres

Natürlich ist „Star Wars: The Force Awakens“ auch mein Film des Jahres, wie könnte es anders sein. Ich habe mich wahrscheinlich noch nie so auf einen Film gefreut, habe noch nie so oft einen Trailer gesehen und Interviews geguckt und Artikel dazu gelesen und und und… Und am Ende wurden meine Erwartungen sogar erfüllt und ich saß mit einem Dauergrinsen im Kino (zwei Mal bis jetzt), weil man dem Film einfach ansieht, mit wie viel Liebe er gemacht wurde.

Um für ein bisschen Abwechslung zu sorgen, möchte ich euch aber noch einen zweiten Film ans Herz legen: „Ex Machina“ ist ein ästhetisch gefilmtes, beklemmendes, kluges Charakterdrama, bei dem es nicht nur um künstliche Intelligenz, sondern vor allem auch um menschliche Abgründe und das Mensch sein an sich geht. In den Hauptrollen sind außerdem zwei bekannte Gesichter aus The Force Awakens zu sehen.

Buch des Jahres

Sinnlose Gewalt an allen Ecken und Enden. Spannende Themen und Metaphern, die mir teilweise erst gegen Ende bewusst wurden. Ein erfundener, englischer Jugendslang, der dem Buch einen ganz eigenen Charakter verleiht und die schrecklichen Taten und Handlungen der Charaktere verharmlost und verschleiert. Ein Protagonist, der so kaputt ist wie die Welt, in der er lebt. „A Clockwork Orange“ von Anthony Burgess hat mich ziemlich mitgenommen.

Webseite des Jahres
Noch bevor die Flüchtlingskrise in den Medien Thema Nummer eins wurde, machte sich Martin Gommel mit seiner Kamera ausgestattet auf, um mit Flüchtlingen zu reden und ihre Geschichten aufzuschreiben. Zunächst begab er sich in Flüchtlingsheime und Erstaufnahmezentren, im Laufe des Jahres unternahm er dann auch Reisen durch ganz Europa. Die Geschichten, die er so einfangen konnte, sind sehr persönlich. Ich verfolge seinen Blog sehr gerne, weil er eine Perspektive einnimmt, die in der Berichterstattung von Fernsehen und Zeitung so nur selten vorkommt.

Serie des Jahres

Auch dank Netflix sah ich im letzten Jahr sehr viele Serien. Meine Top-3 sind:
„Suits“, eine clevere Anwaltsserie mit tollen Charakteren und einer guten Atmosphäre, in der man sich schnell zu Hause fühlt.
„Jessica Jones“, eine der vielen „Netflix original“-Serien, diese in Kooperation mit Marvel. Der Antagonist ist unwahrscheinlich spannend und wirklich sehr gut gespielt. Nach den ersten Folgen nimmt die Geschichte extrem Fahrt auf und wird zu einem Psychothriller mit sehr hoher Schlagzahl.
„Better Call Saul“, der Werdegang von Saul Goodman, aus Breaking Bad von den Machern von Breaking Bad. Lange Kameraeinstellungen, tolle Schauspieler, ein feiner Humor… Filmisch wahrscheinlich die beste Serie, die ich dieses Jahr gesehen habe.
Eine Entscheidung zu fällen, ist schwierig, aber ich denke „Jessica Jones“ hat mich am meisten mitgenommen und am tiefsten mitreingezogen, weshalb es für mich durchaus die Serie des Jahres ist.

15/12

Pauls Einfluss auf diese Playlist ist nicht zu leugnen.