Schwärmerei der Woche – Sommernächte

Ja, ich muss etwas loswerden. Wie man vielleicht schon gemerkt hat, bin ich ein Fan von lauen Sommernächten. Mit Freunden auf dem Balkon, im Garten oder am See sitzen, den Grillgeruch in der Nase, das Zirpen der Grillen im Ohr und über den Köpfen zischen Satelitten und Sternschnuppen am Firmament vorbei ohne Interesse an den Wünschen oder Gedanken der kleine Truppe von Menschen, die sich unten für einen Krieg gegen das einzig störende an so einem Abend wappnen: Mücken.
Da werden dann Kerzen geholt, nochmal in die Decke gekuschelt oder das Lagerfeuer angefacht. Aber ist Lagerfeuer wirklich besser?! Der ganze Rauch zieht einem ins Gesicht, die Klamotten stinken und zu warm wird’s auch noch! Aber dann regnet’s und so kann vielleicht wenigstens ohne Gestank eingeschlafen werden.
Aber es ist doch eine laue Sommernacht, also den Regenschirm rausgeholt und gen Himmel gestreckt.

Oder einfach Schluss mit den Horrorvorstellungen und man sollte diesen einen Moment der Romantik und Ruhe auskosten, den Kopf in den Nacken und die Ohren auf für den Typ mit der Gitarre links von einem. Und oben drüber fliegt vielleicht gerade eine Sternschnuppe….

Es muss nicht immer nackt sein – PETA2 Kollektion

PETA, besser bekannt durch die zahlreichen Plakate und Aktionen mit nackten Promis gegen Pelz, hat eine Jugendorganisation namens PETA2.
Vertreten auf diversen Festivals, wird die Kollektion vertrieben, die sich insbesondere durch die Shirts auszeichnet.
Zwar sollte man durchaus auf die Aussagen der Shirts achten, denn nicht jeder steht für Vegetarismus ein, aber die Illustrationen sind gut und man unterstützt und steht damit trotz allem für eine gute Sache ein. Hier geht’s zum Shop….

Art Basel

„I’m just standing underneath the clock!” – so berichtet ein Besucher seinem Handy von der Art Basel. Ich weiß zwar nicht, was daran so bemerkenswert ist, auch wenn die Art eine der wichtigsten und größten Kunstmessen der Welt ist und deshalb wahrscheinlich alles an ihr bemerkenswert ist, aber „standing underneath the clock“ lässt sich in der Tat nicht vermeiden, wenn man die Art von innen sehen möchte. Hat man die große Uhr über dem Eingang zur Messe Basel und die, auch mal zwei Augen zudrückenden, Kartenkontrolleure („ach, diese Karte funktioniert nicht? – ok, dann probier ichs mal mit der…“) dann passiert, wird man erstmal ein bisschen erschlagen von der Masse an Kunst auf engstem Raum. Wirre Gedanken schießen einem durch den Kopf (auf die ich später noch eingehen werde) und am besten lässt man sich erstmal treiben und probiert gar nicht erst die Orientierung zu behalten in diesem Labyrinth aus weißen Wänden. Doch sogleich wird man aus dieser wohligen Passivität wieder aufgeschreckt. Ein überlebensgroßer, bemerkenswert detailgenauer menschlicher Kopf – und im Raum nebenan das lebende Modell, kein Zweifel möglich: „are you this head?“ – „well, yeah…“. Damit hätte nun natürlich niemand gerechnet und man hat schon zum zweiten Mal den Eindruck: die Menschen hier haben Humor. Ob die Art aber wirklich so unspießig ist, wie es den Eindruck hat, wird sich noch zeigen. Denn obwohl man ja ziemlich leicht rein kommt, darf man fotografieren ausdrücklich nur mit Presseausweis und als man der deutlichen Aufforderung eines Kunstwerks, das aus Büchern mit dem Titel „Steal this Book“ nachkommen will, würde ein sehr nervösen Aufpasser einen am liebsten gleich rausschmeißen. Naja, es gibt solche und solche Leute, wir lassen uns den Besuch jedenfalls nicht verderben, es gibt ja noch soo viel zu sehen. Tatsächlich haben wir beim zweiten Besuch fast nichts schon bekanntes gesehen. Und es lohnt sich auf Details zu achten. Ein völlig unscheinbares kariertes Notizbuch, dessen Karos sich plötzlich zu einer kunstvollen Spirale ziehen. Sonst nichts. „So klein und doch so viel“ – auch das ist Kunst.

Einfach so, angesichts des Wetters…

Inzwischen hat sich das ja alles schon wieder etwas relativiert, aber macht einfach Lust auf Sommer am Meer und solche schönen Sachen, auf die man sich schon das ganze Jahr freut.

Schwärmerei der Woche – Axel Hacke

Wer Martenstein liest, dem wird aufgefallen sein, dass seine Kolumnen meist nach dem gleichen Muster aufgebaut sind: Er beginnt sie mit einer privaten Anekdote und verbindet diese dann mit einem politischen oder gesellschaftlichem Thema. Wobei er in letzter Zeit auch des öfteren beim Thema der Anekdote bleibt.
Diese Art Martensteins, verschiedene Themen miteinander zu verbinden und darüber zu einer Lösung oder Antwort zu kommen, hat für mich schon immer den Reiz seiner Kolumnen ausgemacht.
Vor ein zwei Wochen bin ich über ihn auf die Kolumnen von Axel Hacke bei der Süddeutschen Zeitung gestoßen. Und Axel Hacke macht einfach nichts anderes als andauernd irgendwelche abwegigen Themen miteinander zu verbinden. Wenn man Glück hat, haben sie noch einen eigenen Punkt, auf den sie abzielen. Doch er, der schon „Der kleine König Dezember“ und „Der weiße Neger Wumbaba“ geschrieben hat, macht das mit einer humoristischen und liebenswürdigen Art, so als ob man ihm beim Denken über die Schulter schauen könnte.
Und was für Verbindungen er zieht: Da wird Pech mit der Langsamkeit der Welt verbunden, Giesskannen mit Bahngleisen zu einer Geschischte verwoben. Und stets bleibt ein Staunen zurück. Ein Staunen über die Sprachgewandtheit und die sorgfältige Auswahl der Themen.
Wer also Axel Hacke liest, dem wird auffallen, dass seine Kolummnen einem sprachlich die Woche versüßen.

Mohntagskipfarl für dich

Immer Montags gibt’s eine kleine Zusammenstellung von Netzfundstückchen als Kipfarl zum Frühstück…

Stars -Wanja Wecksler

Schönes, trauriges Video zu einem sehr ernsten Thema.

Lenamanie

Hier greift Niggemeier einen Forumstext zum ausgeflippten Rummel um Lena Meyer-Landrut auf.

The Long Winters – The Commander thinks along

Ein Lied wie ein Sonnenaufgang am Meer im Urlaub, nach einer Nacht am Strand.

Aron Wiesenfeld

Auf den ersten Blick wirkt das Bild vielleicht etwas altmodisch, könnte romantisch sein, aber plötzlich fällt einem der Reißverschluss an der Jacke und die Plastiktüte in der Hand des Mädchen auf – doch nicht so alt, das Bild…Genauer gesagt, ziemlich modern von einem Künstler namens Aron Wiesenfeld, der von sich selbst sagt:

“I have a penchant for painting solitary women and girls who have been caught out in unexpected weather. I tend to be drawn to off-balance situations in which the protagonist is neither here nor there, but in between, like a person in the process of a decision.”

Und ich finde das sieht man. Die Menschen auf seinen Bildern schauen den Betrachter nie direkt an, sondern blicken ein bisschen wie aus einer anderen Welt.

Das kann man jetzt zwar so sehen, muss man aber nicht, denn dem Künstler ist bei seinen Bildern auch wichtig, dass sie Raum für eigene Interpretationen lassen. So freut es ihn auch immer sehr, wenn ihm jemand erzählt, dass ein Bild für ihn persönlich etwas bedeutet.

Bei seiner Suche nach neuen Motiven ist ihm wichtig, dass sie etwas bei ihm auslösen. Das kann ein Bild, aber auch ein Satz in einem Buch oder ein Traum sein. Er sagt:

„When I find an image that seems like it might work, the best way I can describe it is that it „buzzes“, which means there is an instantaneous visceral reaction that suggests hidden depth and mystery, and that’s the most inspiring thing for me. . Lot’s of other thoughts and associations come up as I’m working on a piece, and it inevitably changes, but It still has to have that certain indescribable something that I felt in the first moment.“

Via yayeveryday