Epic Win – Die andere App

Ich habe schon einmal über die unterschiedlichen Möglichkeiten des Zeitmanagements geschrieben. Daily Stack, das das Aufgabenabarbeiten mit Bauklötzen spielerisch löste, hat nun einen digitalen Konkurrenten bekommen: Epic Win.
Die App, die ähnlich dem Browsergame die Kluft zwischen Reallife und der digitalen Welt schließt, funktioniert nach dem normalen Prinzip der meisten Rolenspiele. Und zwar dem Aufleveln der eigenen Spielfigur durch das Erledigen von Aufgaben. Nur sind diese
Aufgaben bei Epic Win die der selbstgestellten To-do-Liste.

Für 2,39€ kann man die App im iTunes-Store erwerben.

Soweit so gut. Ich finde die Idee ziemlich gut und glaube sogar, dass das bei den meisten Menschen funktioniert. Nur schafft ein solches System anders als z.B. Daily Stack eben nicht nur eine witzige Möglichkeit des Zeitmanagements, sondern ein neues Reiz- bzw. Belohnungssystem. Natürlich liegt darin genau der Witz und der Trick. Wir digitalen Kinder, die lieber stundenlang an ihren Zwerg- oder Elfenfähigkeiten arbeiten, anstatt kurz die Wäsche zu machen, sollen so das angenehme mit dem unangenehmen verbinden. Aber die unangenehmen Tatigkeiten haben ja einen Sinn beinhalten somit schon eine Belohnung. Ist es da nun wirklich sinnvoll von diesem Belohnungsystem Abstand zu gewinnen, anstatt sich auf die Gründe für die Tatigkeiten zurückzubesinnen?! Vielleicht sind wir dann irgendwann nicht mal mehr im Stande uns zu duschen, wenn es uns keine Erfahrungspunkte bringt?!

Ganz ehrlich, ich glaube nicht, dass uns solche gesellschaftlichen Wandel bedrohen. Drohen vielleicht schon. Epic Win ist bestimmt nur eines der ersten Beispiele, wie man Spiele abgesehen vom Lernen sinnvoll einsetzen kann. Das wird vielleicht die ein oder anderen Veränderungen mit sich bringen. Aber lieber hab ich ’ne sauber Wohnung und einen voll gerüsteten Zwerg, als gar nix von beidem.

Schwärmerei der Woche – Stockholm

Stockholm ist eine schwedische Großstadt verteilt auf 14 Inseln.

Wer darunter jetzt eine kleine ländliche Stadt mit Elchen auf den Strassen und Kultur im Überfluss versteht, befindet sich auf dem Holzweg.

Zwar hat die Stadt durchaus ihren intelektuellen Flair, mit wunderschönen Museen, mit interessanten Führungen. Diese sind sogar so gut, dass man durchaus mal mehrere Stunden in ’nem Museum mit 150 qm verbringen kann. Und natürlich kann Stockholm mit nur 1,4 Mio. Einwohner auch kaum bei anderen Großstädten mitreden. Aber trotz allem lebt die ganze Stadt auf ihre Weise direkt am Puls der Zeit.
Überall junge modische Menschen, die geradewegs aus dem Politikstudium oder dem Designbüro zu kommen scheinen.
Ich warte bereits darauf, dass schwedische Mode mit mehr als H&M verbunden wird, der hier übrigens auch dreimal so groß ist.
Trotz dieses modischen Flairs und der großen Shoppingstraße mit Urban Outfitters, American Apparel, WESC…. bleibt sie sich treu.

Wäre Astrid Lindgren ein heute lebender Hipster, sie hätte Stockholm so erschaffen, wie es ist. Bunt, bedacht und einladend. An jeder Ecke ein kleines Café mit Platz um draußen zu sitzen.
Und nicht zu vergessen schwedische Mädchen.

Hej då

Mohntagskipfarl für dich

Immer montags gibt’s eine kleine Zusammenstellung von Netzfundstückchen als Kipfarl zum Frühstück...

Your secret

Wie moderiert man so ein schönes Video bloß an?

via Stylespion

Wir verlieren strukturelle Integrität

Mischa-Sarim Vérollet, leidenschaftlicher Poetry-Slamer, fasst in seinem ersten Beitrag für Amy&Pink das in Worte, was so schwer in Worte zu fassen ist: Die Gefühle und Gedanken, wenn man weiß, dass der Partner einen alleine zurücklassen wird.

Sunshine

In den Tiefen ihres Albums konnten die All-American Rejects dieses Stückchen Musik bisher wirklich gut vor mir verstecken… und jetzt will es mir einfach nicht mehr aus dem Kopf gehen.

Die Mixtapezauberei

Seit Stunden sitze ich da, verschiebe Song um Song, guck die alten Platten durch, vergleiche den Liedanfang mit dem -ende, bis ich es endlich wieder geschafft habe, ein neues Lied passend in die Reihe einzufügen. Meine Haare sind schon total verrauft und meine Ohren verschlissen. Die Kaffeetasse lässt noch den Duft des dritten Kaffees erahnen, während Jamie T durch die Lüfte schwebt.

Mixtapes ist die anstrengendste Art, Musik weiterzugeben. Man muss den Nerv der Person treffen, und zwar so gut, dass sie nicht nach der Hälfte der Zeit die CD nimmt, in den Mixer wirft ( Will it blend?! ) und mit einem großen Rotstift Adresse aus Notizbuch und iPad streicht.

Denn ganz ehrlich, kaum jemand macht sich die Mühe eines Mixtapes nur um Musik zu verbreiten. Nein, man möchte damit etwas vermitteln, etwas ausdrücken durch die Musik anderer. Daher kann es Stunden dauern, bis ein Mixtape fertig ist. Da geht es um die Auswahl des Anfangs- (fasselnd und packend) und Endsongs (abschließende Atmosphäre), keine Band darf zu oft (mehr als 2 Mal) und auf keinen Fall direkt aufeinanderfolgend vertreten sein. Während es dabei vor allem nur ums Hören geht, muss man gleichzeitig auch noch auf die Texte und Titel der Lieder sowie die persönlichen Verbindungen zu ihnen achten. Langsame und schnelle Songs sollen sich abwechseln und das wichtigste, die Bands sollen zumindestens für den Empfänger bzw. Hörer weitestgehend unbekannt sein.

Aber wozu all diese Regeln?! Ganz einfach, das Mixtape bzw. die Playlist ist das Mittel durch das sich der Musikliebhaber ausdrückt, es ist seine einzige „kreative“ Beteiligung am Endwerk des Musikers. Da diese Beteiligung eigentlich nicht beachtenswert ist, der Aufwand, um dem ganzen mehr Gewicht zu verleihen. Wer „High Fidelity“ von Nick Hornby gelesen oder den zugehörigen Film gesehen hat, weiß wovon ich spreche.

Denn grundsätzlich ist es so, dass die beste Playlist, die ist, in die man einfach nach Gutdünken, ich wollte das Wort schon immer mal schreiben, Lieder reinpfeffert und dann abschickt.

Und unter uns: Das ist auch schon der ganze Zauber…

Mohntagskipfarl für dich

Immer montags gibt’s eine kleine Zusammenstellung von Netzfundstückchen als Kipfarl zum Frühstück…

Lena – Touch a new day

Das neue Video von Oslosternchen Lena ist draußen. Und anders als ihr erstes hat es weniger Aspekte eines mainstream Projektes, sondern ist durchaus ansehenswert. So greift das ganze Video jeglichen Aspekt eines Roadmovies auf und weckt die Lust auf Freiheit und Leben. Und als wäre das nicht genug ist jede Einstellung so schön, dass ich sie mir am liebsten als Riesenposter im Zimmer aufhängen würde.

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Nils Eichberg

Nils Eichberg macht Kunst mit „Nackedeis“. Auf seine ganz eigene Weise. Warum und wie das wirkt, zeigt der Ignant Blog.

Patrick Caire

it’s a spontaneous capture of my friend smoking, which gave me the idea of doing a series entitled ‚magic‘. I processed the picture through Photoshop and made the colors a bit surreal, especially the smoke. I’m working on more pictures with the same psychedelic theme.

Erinnerern wir uns kurz zurück an unsere Kindheit und die sommerlichen Grillabende. Wie friedlich die Welt wirkte und das einzige Problem war etwas zu finden, um sich die Zeit bis zum Essen totzuschlagen.
So eine friedliche Atmosphäre schafft auch Patrick Caire mit seinen Bildern und erinnert mich damit abwechselnd an sonnige Flower Power und an die WESC-Bilder. Aber in seinem Fotostream finden sich neben Hippies und Seifenblasen auch stimmige atmosphärische Bilder.

Via yayeveryday

Unser ♥ für Toast

Der, dem nichts Kreatives einfällt und der dennoch die Welt mit seinen Schriftstücken „bereichern“ will, der gehört bestraft. Aus dem Grund muss darf Philipp jede Woche seinen Senf zu irgendeinem aus der Luft bestimmten Thema geben.

Wieso lieben wir alle Toast?

Weil es innerhalb von wenigen Minuten warm, kross und braun ist? Weil es so gut duftet? Weil die Butter darauf so wunderbar verläuft und dann unglaublich gut schmeckt? Weil die Nutella darauf noch wunderbarer verläuft und dadurch noch unglaublicher schmeckt? Weil es tausend Variationen gibt? Weil Toast daher alle anderen Nahrungsmittel problemlos ersetzen kann? Weil es das universellste Lebensmittel aller Zeiten ist? Weil man es immer essen will? Weil es auch kalt schmeckt, sogar ungetoastet noch essbar ist? Weil es zu jeder Wetterlage passt? Weil es Toaster gibt, die Muster in unser allerliebstes Toast brennen können? Weil Stefan Raab Psychospiele damit spielt? Weil wir das alle können wollen?

Langsam gehen mir die verzweifelten Erklärungsversuche aus, wir Menschen essen es einfach gerne!