Der, dem nichts Kreatives einfällt und der dennoch die Welt mit seinen Schriftstücken “bereichern” will, der gehört bestraft. Aus dem Grund muss darf Philipp seinen Senf zu irgendeinem aus der Luft bestimmten Thema geben.

Happy end. Happy ends assoziiere ich sofort mit diesen unsagbar kitschigen Schmachtfilmen, die das deutsche Fernsehen regelmäßig produziert und die immer – und zwar wirklich immer – nach dem Muster “Frau steckt in gewöhnlicher Beziehung, reist alleine irgendwo hin, lernt Mann kennen, verliebt sich in ihn und wird glücklich” ablaufen. Woher ich das so genau weiß, will ich hier jetzt nicht genauer erörtern. Die Handlung ist hierbei schrecklich vorhersehbar. Und die Filme sind noch nicht einmal lustig. Romantische Komödien finde ich nämlich meistens gut. Man wird unterhalten, man kann sie im Prinzip mit jedem schauen, die Darsteller und Darstellerinnen sind meistens hübsch und sympathisch… da sieht man gerne über den vorhersehbaren Plot hinweg. Und ganz ehrlich: Irgendwie gehört ein Happy end zu einer romantischen Komödie dazu. Das ist kein Klischee, sondern ein Klassiker, würde der How I met your Mother Marshall dazu sagen. Das Happy end hat sich einfach durchgesetzt. In seinem Gedicht “Danach” klärt Kurt Tucholsky auch auf, wieso das so ist.

Aber nicht nur in Filmen gibt es Happy ends. Natürlich auch in Büchern, Comics, einfach in jeder Geschichte kann es ein Happy end geben. Solange es ein gutes Happy end ist, ist das auch absolut okay. Übertrieben traurige, tragische und für den Protagonisten schlechte Enden sind genauso nervig wie übertrieben glückliche Enden. Schlüssige, gute Enden zu schreiben ist nämlich extrem schwer und gerade in Büchern findet man sie nicht sehr oft. Das Epilogkapitel des siebten Harry Potter Buches ist zum Beispiel total überflüssiger Kitsch, den kein Mensch braucht.

Sebastian Fitzek schreibt nicht nur geniale Krimis – mit Enden, die einen mehr happy machen als gezwungene Happy ends -, er hat auch mal etwas Schönes über das Happy end unserer Lebensgeschichte geschrieben. Er meint, man solle sich einfach als Held des eigenen Lebensromans sehen. Jeder Held steckt mal in schwierigen Situationen fest, macht schreckliche Dinge durch, aber am Schluss bekommt er sein glückliches Ende.

Langsam nimmt auch dieser Artikel ein Ende und wenn ich mir das so alles durchlese, muss ich feststellen, dass das nur oberflächlicher Gedankenkram ist, den sich eigentlich jeder selbst denken kann. Welch tragisches Ende für einen Artikel über Happy ends.