Das Jahr ist nun fast vorbei und deswegen gibt es von uns wie auch damals für 2010 noch einen kleinen Blick auf unsere Lieblinge 2012.
Julian:
Mein Video des Jahres
Die Überfischung der Meere from Lilli Green on Vimeo.
Das andere Video meines Jahres fand ich leider nicht wieder und daher gibt es dieses hier zur Überfischung der Meere, da ich es sowohl grafisch wie auch inhaltlich für sehr gelungen halte. Wer wissen will, welchen Fisch man aus nachhaltiger Perspektive essen kann, der schaut in diese Liste vom WWF oder achtet auf das MSC-Siegel.
Mein Film des Jahres
Bis gestern hätte ich noch “127 hours”für meinen Film des Jahres gehalten. Ganz einfach deswegen, weil es der Film ist, der am besten das Medium Film genutzt hat, um seine Geschichte zu transportieren. Die Filmszene wecken echte Empfindungen und Gefühle und zwar nicht nur Traurigkeit, sondern Durst und Schmerz.
Gestern allerdings sah ich “I’m still here” von Casey Affleck mit Jaoquin Phoenix. Eine Dokumentation über Jaoquin Phoenix, als er beschloss die Schauspielerei aufzugeben und Rapper zu werden. Die Idee des Films und die Leistung, die in ihm dargestellt wird, haben diesen Film zum Schluss noch auf den Thron gehievt. Insgesamt war das Jahr 2011 aber voll mit vielen weiteren guten Filmen.
Mein Buch des Jahres
Einerseits die Biographie von Steve Jobs, die ich gerade noch lese. Weil er so viel prägte, eine interessante Persönlichkeit war und, weil das Buch die bestgeschriebenste Biographie ist, die ich bisher las.
Auf der anderen Seite “Ohne Netz” von Alex Rühle. Darin beschreibt der Autor, wie er für ein halbes Jahr jeden Kontakt zum Internet aufgab und, was er dabei für Erfahrungen im Berufs- und Privatleben gemacht.Buch des Jahres ist es für mich, weil es mich zum Nachdenken anregte, ich mich darin wieder fand und es auch Auswirkungen auf meinen Alltag hatte.
Mein Lied des Jahres
Ich zog dieses Jahr um und dieses Lied steht für diese große Veränderung. Außerdem mag ich es gerne und in fast jeder Gemütslage.
Mein Blog des Jahres Obwohl es vermutlich wie Schleimerei aussieht, weil es der gleiche wie letztes Jahr ist: Mein Blogger des Jahres ist der von Marcel Wichmann. Weil er gute Texte schreibt, nette Dinge verlinkt und eine nachvollziehbare Meinung darstellt. Außerdem ist der Blog so vielschichtig und er begründete meine Webseite des Jahres Quote.fm, die mich dazu gebracht hat viel mehr Texte im Netz zu lesen.
Ansonsten las ich auch noch sehr gerne den Kaliban, da er auch öfters längere, gut lesbare Texte schreibt.
Philipp:
Mein Buch des Jahres
Letztes Jahr war es Julians Buch des Jahres und als er es mir dieses Jahr zeigte, wurde es meines: “Die Känguru-Chroniken” von Marc-Uwe Kling sind einfach nur witzig, unterhaltsam und noch dazu intelligent und tiefsinnig. Inzwischen gibt es mit dem “Känguru-Manifest” auch schon den zweiten Teil, der fast ebenso gut ist. Selten hab ich während des Lesens so viel gelacht und keine anderen Bücher wurden 2011 so oft zitiert wie diese. Sehr zu empfehlen sind auch die vom Autor selbst eingelesenen Hörspiele.
Mein Film des Jahres
2011 sah ich viele, viele fantastische Filme und darunter war auch endlich “Garden State” von und mit Zach Braff. Den Film wollte ich schon ewig einmal sehen und ich wurde nicht enttäuscht. “Garden State” ist einer dieser Filme, die mit jedem Schauen besser werden. Wenn man sich auf die Stimmung einlässt, erlebt man einen wunderschönen Film mit einem ganz leisen, intelligenten Humor und vielen skurrilen Personen und Situationen. Und den tollen Soundtrack sollte ich wohl auch noch erwähnen!
Mein Lied des Jahres
Als Paul mir im Sommer The Cave von Mumford & Sons zeigte und ich es hier postete, war es nur eines von vielen tollen Liedern. Inzwischen weckt The Cave bei jedem Anhören allerdings so viele Erinnerungen an tolle Momente im vergangenen Jahr, wie kein anderes Lied.
Mein Blog des Jahres
Im Gegensatz zu 2010 las ich zwar deutlich mehr Bücher, dafür jedoch auch deutlich weniger Blogs. Schon immer sehr sympathisch war mir Philipp Schwinning und sein Blog pew-pew. Zwar bloggt er nur selten, dann ist das aber richtig fantastischer Kram. Seien es gelungene Zeichnungen oder unterhaltsame Videos. Außerdem hat er einen guten Humor und einen der besten Namen, die man haben kann.
Mein Video des Jahres
Symmetry schafft in knapp drei Minuten etwas, was manch ein Film nach zwei Stunden nicht schafft: Man ist am Ende bewegt, irgendwie gerührt. Und in der Zeit davor gibt es einige Gegenüberstellungen, die einen zum Schmunzeln bringen, oder auch zum Nachdenken. Das ist es, was mich an Symmetry so begeistert: Es weckt so viele verschiedene Emotionen, in so kurzer Zeit. Die Bildkompositionen sind teilweise so intelligent, es stecken so kreative Ideen dahinter, die wirklich gelungen umgesetzt wurden. Einfach nur verdammt gut.
Wusl:
Mein Buch des Jahres
“Der Prozess” von Kafka , wohl oder übel aber eindeutig das Buch über das ich mir im vergangenen Jahr am meisten Gedanken gemacht habe. Unglaublich vielschichtig und undurchdringbar, sodass man beim Interpretieren in einen regelrechten Rausch verfällt. Mein Lieblingsbuch war es allerdings nicht, diesen Titel bekommt “Das Kartengeheimnis” von Jostein Gaarder. Weil es sehr süß ist:)
Mein Film des Jahres
The Help. Man muss ihn unbedingt auf Englisch schauen, erst dann versteht man die Situation der schwarzen Frauen in Amerika als Hausmädchen arbeiteten, die Kinder erzogen und nicht zu selten ausgenutzt wurden. Die Farben vom Film sind super, die Schauspieler ebenfalls und das Thema wirklich mal etwas anderes.
Mein Lied des Jahres
Povia – I bambini fanno oh
Weil ich dieses Jahr offiziell erwachsen geworden bin und deswegen wohl eine Art Kindheitsnostalgie entwickelt habe. Und weil bald die Schule aufhört und ich so irgendwie einen anderen Blick auf diese Zeit gewonnen habe… und realisiert habe, dass das hier alles bald vorbei ist. Mein Zuhause, mein Leben hier, meine Kindheit eben.
(da gibts mehr dazu)
Mein Video des Jahres
Im Februar live gesehen und sofort begeistert gewesen. Vom einfachen Tanzen und von den kleinen Dingen, die verursachen, dass man etwas genial findet:)
Damit war das nicht nur der letzte Artikel in diesem Jahr, sondern auch unser 200.. Vielen Dank für die Handvoll Leser, die diese Beiträge lasen und einen guten Rutsch.
Update:
Der Vollständigkeit halber.
Hannah
Mein Buch des Jahres
2011 war büchertechnisch kein gutes Jahr. Ich kann die gelesenen wahrscheinlich, wenn nicht an einer , so doch an zwei Händen abzählen. Das Orangenmädchen, ebenfalls von Jostein Gaarder, ist eines davon und es ist mein Buch des Jahres, weil es wunderwunderschön und weise ist und eines der seltenen Bücher, wo mich das Ende nicht enttäuscht hat.
Mein Film des Jahres
Mein Film des Jahres ist King’s Speech, weil er genial gespielt ist, Austattung, Kameraführung und Musik perfekt zusammen passen und vorallem wegen Colin Firth, weil er so überzeugend spielt wie kaum ein anderer und außerdem ist er süß.
Mein Lied des Jahres
Völlig unabhängig möchte ich betonen, wählte ich als mein Lied des Jahres, falls es ein solches gibt, auch The Cave von Mumford&Sons und das auch noch aus denselben Gründen. Aber was will man machen. The Cave, das sind Autofahrten durch französische Sommerlandschaft, endlose Nachmittage am Pool mit wunderbaren Menschen und ganz viel Sonne.
Mein Blog des Jahres
Ich las wenige Blogs dieses Jahr, aber einer war immer dabei, letztes Jahr und dieses Jahr wieder. Keine langen anspruchsvollen Texte über Gesellschaft, Politik oder Medien. Nur vier kleine Panels mit winzigen Details aus dem Leben, die aber oft einfach so perfekt passen und berühren. Außerdem schneit es im da im Winter.

