Jetzt ist wieder Frühling und wenn die Sonne ein paar Stunden scheint, dann wird der Boden warm und man kann die Schuhe wieder in die Hand nehmen oder gleich zu Hause lassen – Barfuß laufen, sozusagen. Etwas, was ich jedes Jahr wieder super finde. Jetzt gibt es ja anscheinend hierzulande eine wachsende Gemeinde solcher Barfußläufer, die sich in Foren und auf irgendwelche Treffen (?) über ihre Erfahrungen austauschen und sich freuen, wenn sie in der Stadt oder im Museum schräg angeschaut werden. Ich laufe auch gerne barfuß, sobald es warm genug ist, aber warum so ein Riesending daraus machen? Bei mir steckt da keine Philosophie dahinter, von wegen es ist ja so gesund und man ist so natur- und erdverbunden, oder sowas in die Richtung. Ich laufe barfuß, weil es bequem ist und sich gut anfühlt. Auf Wiese, Sand, Stein und meistens auch auf Asphalt. Man schwitzt nicht in irgendwelchen Socken und Schuhen, wird durch kleine Steinchen etc. in den Schuhen am unbeschwerten Sommergenuss gehindert und läuft auch nicht mit diesem anstrengenden permanenten Flip-Flop durch die Gegend. Nur Vorteile also. Jemand hat gesagt, für ihn seien Schuhe auch immer ein modisches Statement. Und das spielt vielleicht auch mit rein. Denn ich finde, dass Füße^^ natürlich zu Kleidern und Röcken (Sommermädchen mit Blumen im Haar tanzen über grüne Wiesen…), aber grad auch zu Jeans irgendwie gut aussehen. Es hat was, was Einfaches, aber weniger ist auch in der Mode ja bekanntlich oft mehr. Meiner Meinung nach auch hier, denn es sieht immer ein bisschen nach Urlaub aus, nach Leben genießen und sich nicht zu viel Stress machen. Das mag ich. (Was allerdings gar nicht geht, sind Dreiviertelhosen und barfuß – damit sieht man aus wie ein Hobbit. Aber das nur nebenbei.)
Nun ist es auch nicht so, dass ich das wegen irgendeines Prinzips verbissen und konsequent durchziehe und bis Oktober oder so keine Schuhe mehr in die Hand nehme; ich mach es, wenn ich Lust hab, wenn nicht dann lass ich es. Das einzig Philosophische daran? Es macht mein Leben ein ganz klein wenig unbeschwerter und ich mag Dinge, die das Leben unbeschwert machen.


Ich mag Hobbits