Im Artikel Tageshochsatz von Felix Moniac, den wir unter anderem schon hier hatten, schreibt in einem Absatz auch über den Unterschied zwischen Film und Buch.
Er meint, dass der Film einem “passiert”, man unbeteiligt dabei sitzt, während das Buch einen vereinnahmt. Klar, dass sagt er selbst, liegt dies Voralpen auch an der längeren Zeit, die wir mit einem Buch verbringen.
Aber ich glaube, es ist nicht nur das: Ein
Buch fordert einen stärker als die meisten anderen Medien. Man muss ständig mitdenken, an der Geschichte bleiben, selbst Schlüsse ziehen, den Hauptfaden im Kopf behalten. Im Kino hingegen, kann man zwar nicht zurückblättern bzw. -spulen, sieht dafür aber meist alles und muss sich, womit die Zeit wieder ins Spiel kommt, alles nur für ein, zwei Stunden merken.
Und vor allen Dingen und das, glaube ich, ist es, was die Erfahrung eine Buches gegenüber dem Film oft so viel stärker an einen bindet, nicht die Zeit und die intensive Beschäftigung, sondern das Nutzen der eigenen Fantasie, der Welt in unseren Köpfen. Die Schauplätze der Heldentaten ähneln Orten, die wir kennen über die wir vielleicht selbst schon einmal wandelten. Der Held hat genau die gleiche Jeans wie ich und schläft in meinem Bett. Das lässt das Buch schließlich wirklich in unserem Kopf spielen.
Nichts desto trotz, Kino und Filme sind eine Erfahrung, die sehr stark beeindrucken können und das vielleicht nicht immer in unserem Kopf aber vor unseren Augen. Und vor allen Dingen kann man das Kinoerlebnis auch zu zweit oder zu mehrt [sic!] erleben, aber wer will schon jemand anderem beim Buch lesen in den Kopf schauen?!
