The Future of the Book. from IDEO on Vimeo.

Betrachte ich die Diskussion um E-Books wie das Kindle oder eben auch das iPad (wobei hier anzumerken wäre das es, wie von einigen schon zu Beginn bemerkt nur sekundär als E-Book verstanden wird, diese aber einer breiten Masse, nämlich allen iPad-Nutzern, durchaus zugänglich macht. ) so fällt mir eines auf: Der größte eingebrachte Vorteil wird leicht verändert auch als größter Nachteil angesehen. Und zwar, die Möglichkeit praktisch seine ganze Bibliothek, sofern man denn eine besitzt, bzw. zumindestens die ganze Buchsammlung in einem Gerät, sprich der coolen Umhängetasche mit sich zu führen. Der Vorteil liegt auf der Hand, wie bereits beim mp3-Player oder dann dem iPod hat man jederzeit auch unterwegs Zugriff auf die eigene Buchsammlung, kann darin schmökern und, und das ist das wichtigste, man bekommt davon noch nicht einmal Rückenschmerzen. Doch, und dies ist nun eben der Kritikpunkt an dieser neuen Technik, wenn man alle Bücher auf der Festplatte des iPads in der Umhängetasche liegen hat, ist das klassische Bücherregal, das (bitte sehr betont lesen) Zeichen von Intellekt, leer und man kann seinen Freunden nicht mit Stolz die ganze Sammlung präsentieren oder ihnen etwas davon ausleihen. Soweit zum ersten Kritikpunkt.
Meiner Meinung nach wiegt der große Vorteil, dass man so viele Bücher mitnehmen kann, gerade für Schüler und Studenten schwer, da sich all die dicken Sachbücher eben leicht transportieren lassen. Aber ich glaube, viel wichtiger als die Transportmöglichkeit sind die neuen Ebenen, die ein solches elektronisches Medium mit sich bringt. Hierzu gehören, wie man am iPad gut sehen kann, vor allem die Suchfunktion. Denn diese grenzt neben einer guten Notizfunktion und einer Anbindung ans Netz zu weiterführenden Infos das E-Book deutlich von seinem analogen Vorgänger ab. Gerade auf diese Möglichkeiten des E-Books, eben mehr zu sein als ein reiner elektronischer Text, sollte man sich verstärkt konzentrieren. Das obige Video zeigt mit Nelson, Coupland und Alice Möglichkeiten, wie man E-Books auch anders verstehen und nutzen kann und sie so zum einen als gutes Lernmedium (Nelson), interaktives Buch (Alice) oder eben auch wieder als Zeichen eines intelektuellen Bücherregals und im Austausch mit Freunden (Coupland) nutzen kann.
Und ganz ehrlich, wer würde bei solchen Aussichten nicht gerne noch eine leichte Tasche haben?!