Wer Martenstein liest, dem wird aufgefallen sein, dass seine Kolumnen meist nach dem gleichen Muster aufgebaut sind: Er beginnt sie mit einer privaten Anekdote und verbindet diese dann mit einem politischen oder gesellschaftlichem Thema. Wobei er in letzter Zeit auch des öfteren beim Thema der Anekdote bleibt.
Diese Art Martensteins, verschiedene Themen miteinander zu verbinden und darüber zu einer Lösung oder Antwort zu kommen, hat für mich schon immer den Reiz seiner Kolumnen ausgemacht.
Vor ein zwei Wochen bin ich über ihn auf die Kolumnen von Axel Hacke bei der Süddeutschen Zeitung gestoßen. Und Axel Hacke macht einfach nichts anderes als andauernd irgendwelche abwegigen Themen miteinander zu verbinden. Wenn man Glück hat, haben sie noch einen eigenen Punkt, auf den sie abzielen. Doch er, der schon “Der kleine König Dezember” und “Der weiße Neger Wumbaba” geschrieben hat, macht das mit einer humoristischen und liebenswürdigen Art, so als ob man ihm beim Denken über die Schulter schauen könnte.
Und was für Verbindungen er zieht: Da wird Pech mit der Langsamkeit der Welt verbunden, Giesskannen mit Bahngleisen zu einer Geschischte verwoben. Und stets bleibt ein Staunen zurück. Ein Staunen über die Sprachgewandtheit und die sorgfältige Auswahl der Themen.
Wer also Axel Hacke liest, dem wird auffallen, dass seine Kolummnen einem sprachlich die Woche versüßen.