Stellt euch vor, es ist Sommer, ein bärtiger netter Mann sitzt mit euch und seiner Gitarre auf dem Balkon einer Penthousewohnung, so wie hier, und singt mit einer Stimme, die einem im einem Moment das Herz zerreißt und im anderen den Frieden auf Erden zu schenken versucht, wunderschöne Lieder. Zwischen den Lieder streicht er sich kurz über den Bart sagt etwas, das von erstaunlichem Geistreichtum und Kreativität zeugt und beginnt wieder die Gitarre zu spielen. Vielleicht sollte man lieber sagen, lässt die Gitarre wieder ihn spielen, denn so wirkt es, als ob sie ihn spielt, so leicht geht es voran.
Doch trotz der leichten Spielweise und dem Gefühl, die Melodie komme mit dem Wind ans Ohr heranflogen, ist die Geschichte, die William Fitzsimmons, der der Mann mit dem Bart und auf dem Foto ist, uns erzählen will, nicht gerade die leichteste. Doch seine
Stimme passt dazu und so schwingt sie sich gen Nachthimmel auf und singt die Lieder.

this is a story of a family and what happens when they break apart

Steht im Inneren des Albums, das im Übrigen wunderschön von Ben Scruton illustriert worden ist, und stimmt auf das Album ein.
Wenn ich mit einem Wort das Album „Goodnight“ von Wiliam Fitzsimmons beschreiben sollte, so würde ich vermutlich schön wählen. Das ist sie, schön, nicht mehr und nicht weniger. Mal traurig, mal Trost und Kraft spendend, aber an keiner Stelle verliert seine leichte Stimme den Halt und entgleitet ihm in den Sternenhimmel, der sich über einem auftut. Und somit bleibt nach dem Hören auch kein depressives Gefühl zurück, sondern vielmehr eine sentimentale Atmosphäre.
Von seiner Stimme und dem Gitarrenspiel begleitet, bleibt einem nichts anderes übrig, als eine Gute Nacht.

Auch ältere und neuere Alben sind durchaus empfehlenswert.