Apples iPad wird ein Erfolg werden, dessen bin ich mir sicher und das liegt nicht nur daran, dass es von Apple ist und jeder richtige Fanboy sich sowieso eines kaufen wird, auch nicht nur an den genialen Marketingstrategen der Firma aus Cupertino – nein, ich glaube wirklich, dass es am Gerät und seinem Konzept selbst liegt.

Ich kann mich nicht wirklich an meine erste Begegnung mit einem Computer erinnern, aber es muss sehr kompliziert für mich gewesen sein: Ein flackernder Bildschirm, dieses rechteckige Teil mit den vielen Tasten und ein unförmiges Ding mit einer Schnur, das mir liebevoll als „Maus“ vorgestellt wurde. Anfangs gewöhnte ich mir eine einfach Routine an: An-Knopf drücken, warten, CD-Laufwerk auf, Spiele-CD einlegen, Laufwerk wieder zu und zweimal auf das passende Icon drücken – der Rest des Systems war ein rotes Tuch für mich. Langsam traute man sich mehr zu, begann zu verstehen, wie alles aufgebaut war, probierte Dinge aus. Diesen Prozess musste wohl jeder PC-Nutzer durchmachen und je älter man ist und  je weniger man mit der Materie vertraut ist, desto schwieriger ist es einzusteigen.

Deshalb glaube ich, dass das iPad ein Erfolg wird: Es ist selbsterklärend, intuitiv und für einfache Anwendungsmöglichkeiten absolut ausreichend. Das Bedienkonzept eröffnet die Welt der modernen Technik für Leute, die damit bisher nichts am Hut hatten. Ob in naher oder ferner Zukunft, irgendwann wird ein Leben ohne Technik für keinen mehr möglich sein, weshalb einfach verständliche Interfaces, mit denen jeder umgehen kann, notwendig sind.

Wer bisher nichts mit der Materie zu tun hatte, will keine Kurse belegen oder sich mühevoll alles selbst beibringen – okay, der ein oder andere wird das vielleicht wollen, aber nicht die breite Masse. Bei Videospielen verhält es sich doch genauso: Die Hardcorezocker spielen stundenlang Playstation oder Xbox, während die Gelegenheits- bzw. Nie-Spieler sich eher für eine Runde Wii-Tennis begeistern lassen, weil sofort klar ist, was wie funktioniert.

Ende meines Lobgesangs.